Kann Spuren von KUNST enthalten!

Ein Beitrag der Soziokultur
zum Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt

In wenigen Jahren wird unsere Gesellschaft älter und transkultureller und unser Alltag digitalisierter sein. Zuwanderung, Generationswechsel, Stadt- und Regionalentwicklung sind beherrschende Themen. Wie wird das Zusammenleben in Städten und auf dem Land funktionieren? Wie können wir Bürger/-innen die Zukunft mitgestalten? Und welchen Beitrag kann die Soziokultur leisten? Im Rahmen des Wissenschaftsjahres Zukunftsstadt stehen diese Fragen im Fokus eines Ideenwettbewerbs und eines Symposiums über die Zukunft von Soziokultur in sich verändernden Stadträumen.
Die Soziokultur ist als kulturelle Praxis mit ihren Methoden der aktiven Beteiligung sehr mit dem Alltagsleben ihres jeweiligen Umfeldes verbunden und gestaltet unmittelbar die gesellschaftlichen Veränderungen der Zukunft mit. Das haben die drei Landesverbände LAG Soziokultur Niedersachsen, LAG Soziokultur Thüringen und LAKS Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft zum Anlass genommen, das Forschungsprojekt „Weiterdenken. Soziokultur 2030“ zu starten. Dabei sollen die zukünftigen gesellschaftlichen Veränderungen sowie die daraus folgenden Herausforderungen für die Soziokultur erforscht werden. Ziel ist es, mithilfe von wissenschaftlichen und auch künstlerischen Forschungsergebnissen die Soziokultur für die Zukunft zu rüsten.
Deshalb ergeht hiermit der Aufruf an Künstler/-innen, Künstlergruppen und Visionäre/-innen aller Sparten, Konzepte und Projektideen zur künstlerischen Erforschung der Zukunft von Soziokultur, Urbanität und Zivilgesellschaft einzureichen. Den Gewinner/-innen winkt die vollfinanzierte Durchführung ihres Forschungskonzepts im Rahmen des mehrjährig angelegten Forschungsprojekts „Weiterdenken. Soziokultur 2030“.*

Wettbewerb und Symposium

Die Initiatoren des Forschungsprojektes „Weiterdenken. Soziokultur 2030“ haben sich bewusst für einen interdisziplinären Ansatz entschieden und wollen Forschungsaufträge sowohl an wissenschaftliche Institute als auch an Künstler/-innen unterschiedlicher Sparten vergeben, die sich mit Mitteln der Kunst mit gesellschaftsrelevanten und/oder kulturpolitischen Fragen auseinandersetzen. Denn in kreativen Versuchsanordnungen und ungewöhnlichen Experimentierräumen können ebenso aktuelle gesellschaftliche Auseinandersetzungen untersucht und mit künstlerischen Methoden verwertbare Ergebnisse erzielt werden.
Mit dem Symposium „Kann Spuren von Kunst enthalten“ soll der Startschuss für die künstlerische Forschung fallen. Es findet am 25. und 26. November 2015 im Kulturzentrum Pavillon in Hannover statt und soll den Dialog zwischen Künstler/-innen, Forscher/-innen, Wissenschaftler/-innen und soziokulturellen Akteuren über künstlerische Forschungsprojekte anregen. Die Ausschreibung sowie das Symposium werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Wissenschaftsjahres Zukunftsstadt gefördert.
Künstler/-innen und Künstlergruppen können sich mit einer Projektidee der künstlerischen Forschung zur Teilnahme am Symposium bewerben. Nach einer Vorauswahl werden bis zu 15 Künstler/-innen eingeladen, die ihre Ideen vor Ort präsentieren und zur Diskussion stellen. Daneben sind Wissenschaftler/-innen aus den Bereichen Sozial-, Kultur- und Politikwissenschaften sowie Raumplanung eingeladen, die sich mit den Fragen der demografischen Entwicklung, der ästhetischen Erneuerung und der politischen Herausforderungen im Kontext sich verändernder Urbanität befassen. Ziel des Symposiums ist es, fünf Künstler/-innen bzw. Künstlergruppen auszuwählen, die ihr Konzept im Rahmen von „Weiterdenken. Soziokultur 2030“ vollfinanziert umsetzen.

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* Das Symposium „Kann Spuren von Kunst enthalten“ steht im Zusammenhang mit unserem langfristig angelegten Forschungsprojekt „Weiterdenken. Soziokultur 2030“. Dieses Vorhaben ist zwar finanziell noch nicht gesichert und wir können zur Zeit keine verbindlichen Zusagen machen. Wir beabsichtigen gleichwohl, mit den bei diesem Symposium „siegreichen“ Künstler/-innen in unserem „großen“ Projekt zu kooperieren.